Sehenswertes

Die Pfarrkirche St. Nikolaus

Die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus in Lauerz im Kanton Schwyz stammt in der heutigen Form aus dem frühen 19. Jahrhundert, nachdem sie 1806 beim Bergsturz von Goldau fast vollständig zerstört worden war. Sie steht unter Denkmalschutz.

Dorfeingang Lauerz

Im 13. Jahrhundert besass das Dorf vermutlich eine eigene Kirche, gehörte jedoch kirchlich noch zu Schwyz. Um 1462 war aber die Pfarreizugehörigkeit zwischen Schwyz und Arth strittig. Um 1480 wird erstmals eine Kapelle dem heiligen Theodul geweiht und als Filiale von Schwyz urkundlich genannt. Diese Kapelle brannte allerdings 1506 ab, sodass zwei Jahre später ein Wiederaufbau der Filialkirche erfolgte.

1581 wurde Lowerz eine Pfarrei, doch die kirchliche Oberhoheit von Schwyz blieb jedoch bis ins späte 17. Jahrhundert erhalten, hatte zumindest aber ab diesem Zeitpunkt einen eigenen Pfarrherrn.

1807 begann der Kirchenneubau nach Plänen von Bruder Jakob Nater aus dem Kloster Einsiedeln. In die Turmkugel wurde eine Schilderung der Zerstörung und des Wiederaufbaus eingelötet. Die Weihe der Kirche mit dem heiligen Nikolaus von Myra als Patron fand 1810 statt. 1820 erhielt Lauerz Seitenaltäre, Kanzel und Stühle als Geschenk aus der ehemaligen Gersauer Pfarrkirche. 1825 nahm Bischof Karl Rudolf von Buol-Schauenstein die Konsekration der neuen Kirche vor.

Die Turmkugel wurde 1847 erneuert und eine Inschrift mit Ereignissen seit 1810 eingefügt. Dasselbe geschah 1887, als das Turmdach mit Kupfer eingedeckt wurde. Bei einer umfassenden Innenrenovation 1917 wurden mehrere Deckengemälde hinzugefügt. 1925 wurde der Turmverputz erneuert. Wiederum wurde der Turmkugel eine Schrift beigefügt. Die erste Orgel aus dem Jahr 1853 wurde 1928 erweitert und erneuert.

1982/1984 fand eine umfassende Innen- und Aussenrenovation statt, an deren Ende 1984 die letzte der vier Glocken geweiht wurde. Zudem wurde durch Metzler Orgelbau eine neue Orgel eingebaut.


Insel Schwanau

Die Schwanau ist die grössere der beiden Inseln im Lauerzersee.

Im Lauerzersee befinden sich zwei Inseln, die Schwanau und die Roggenburg. letztere war aber nie bewohnt. Die Insel Schwanau ist 200 Meter lang und bis zu 55 Meter breit. Sie hat eine Fläche von 5728 m² und liegt rund 125 Meter vom Südufer des Sees entfernt. erreichbar ist sie nur mit dem Fährschiff.

Die Insel beherbergt die Schlossruine Schwanau, eine kleine Kapelle sowie das Inselrestaurant. Sie liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Lauerz, befindet sich aber im Besitz des Kantons Schwyz.

Geschichte

Die Insel Schwanau wurde gemäss archäologischer Funde schon sehr früh bewohnt. So soll gemäss Angaben älterer Autoren unter anderem eine in Lyon geprägte Mittelbronze-Münze des Kaisers Tiberius gefunden worden sein. Im Mittelalter hat die Insel Schwanau zum oberen Hof zu Arth, welcher im Besitz des Grafenge-schlechtes der Lenzburger stand, gehört. Mit dem Aussterben der Lenzburger kam die Insel in die Hände der Kyburger und nach dessen Aussterben 1273 in die Hände der Habsburger. Die Insel fand im Mittelalter jedoch noch einmal Erwähnung. Im Weissen Buch von Sarnen des Sarner Landschreibers Hans Schriber erwähnt dieser die Insel unter dem Namen "Swandowe".

Der untere Teil des Bergfrieds der Burgruine reicht in die Zeit der Kyburger zurück und wurde vermutlich um 1200 bis 1240 erstellt. Bereits um ca. 1250 wurde die Burg - höchstwahrscheinlich durch einen Brand - zerstört. Ob der Brand im Zusammenhang mit kriegerischen Auseinandersetzungen ausbrach, lässt sich nicht schlüssig beantworten. Immerhin lässt der Abbruch der Fundreihe um die Mitte des 13. Jahrhunderts darauf schliessen, dass mit der Zerstörung auch eine Plünderung stattgefunden haben dürfte. Mit der Zerstörung wurde es auch stiller um die Insel Schwanau.

Erst im ausgehenden 17. und im 18. Jahrhundert wurde die Insel durch einen fränkischen Einsiedler namens Johann Linder bewohnt. 1684 wurde sogar eine Kapelle St. Johann auf der Insel erstellt. Mit dem Einfall der Franzosen wurden die erbaute Kapelle und die Einrichtungen auf der Insel jedoch wieder verwüstet. Die Flutwelle des Bergsturzes von Goldau 1806 zerstörte denn die noch stehenden Reste.

1809 verkaufte die Kirchgemeinde Schwyz die Insel an den General und Landeshauptmann Ludwig Auf der Maur. General Auf der Maur erhielt mit dem Kauf der Insel die Verpflichtung, die Kapelle wieder aufzubauen und die Ruine zu erhalten. Die Familie Auf der Maur behielt die Insel bis 1967 in ihrem Besitz und verkaufte sie an den Kanton Schwyz. Als wohl prominentester Besucher der Insel gilt der Dichter Johann Wolfgang von Goethe.

Die Insel Schwanau scheint aber auch sagenumwoben zu sein. So besagt die Volkssage unter anderem, dass man alljährlich bei der Insel einen Donnerschlag und ein Geschrei aus der Ruine des Turms hört. Alsdann rennt oben rings um die Turmmauer eine weiss gekleidete Tochter mit brennender Fackel einem gewappneten Manne nach. Er sucht ihr ständig auszuweichen und stürzt sich schliesslich heulend in den See. Für ein Jahr ist der Rachegeist des Mädchens sodann wieder gestillt.


Erholungsgebiete von nationaler Bedeutung

Die Gemeinde Lauerz umfasst eine Fläche von 918.6 ha und reicht vom Lauerzersee (447 m.ü.M) bis hinauf zur Rigi-Hochfluh (1699 m.ü.M) und kann nach wie vor auf eine intakte Landschaft blicken.

Ausgedehnte Spazier- und Wanderwege ins nahegelegene Bergsturzgebiet oder ins Gebiet der Rigi oder Mythen locken den Wanderfreund. Auch Mountainbiker kommen auf den verschiedenen Trails rund um die Rigi auf ihre Kosten.

Naturfreunde dürfen sich im Naturschutzgebiet Moorlandschaft Lauerzersee-Sägel-Schutt an den teilweise sehr seltenen Tier- und Pflanzenarten erfreuen.

Es war im Jahr 1806, als sich plötzlich eine Flanke des Rossbergs oberhalb Goldau löste. Innerhalb weniger Minuten war das ganze Dorf unter Stein und Fels begraben. Gesteinsschutt und hausgrosse Felsblöcke polterten auch in den Lauerzersee. Das löste eine Flutwelle aus, die das Land bis nach Brunnen am Vierwaldstädtersee überschwemmte.

Heute ist in der friedlichen Landschaft vom Schrecken jener Tage nichts mehr zu spüren. Die mächtigen Felsblöcke sind von Wald umgeben - oder von Trockenheit liebenden Rasengesellschaften bewachsen. Grund- und Sickerwässer gurgeln zwischen den Nagelfluhbrocken: Sie sammeln sich in Senken zu kleinen Weihern und Tümpeln. Frösche und Unken, aber auch Libellen und viele andere Insekten mögen diese Kleingewässer. Vögel wiederum schätzen diese Tiere als Beute.

Vom Bergsturzwald zum Seerosengürtel

Ab dem Bahnhof Arth-Goldau spazieren Sie entlang der Geleise zum Bergsturzwald. Unter der Autobahn hindurch geht es weiter bis zum Häxewaldpfad: Dort beginnt das Naturschutzgebiet. Bald gelangen sie zum romantischen Seerosenweiher, den Sie über einen Holzsteg bequem erreichen. Ab hier bis zum See erstrecken sich feuchte Riedwiesen mit farbigen Orchideen.

Baden Sie gerne? Oder möchten Sie einen Blick auf die See- und Teichrosen am Ufer des Lauerzersees werfen? Ab der Sägelstrasse ist es einfach, einen Abstecher nach Lauerz oder Buechenhof zu machen. Wandern Sie aber unbedingt auf den Wegen, da zwischen Sägelstrasse und Seeufer viele störungsempfindliche Vögel brüten und rasten! Der Rückweg führt entlang des Chlausenbachs zum verträumten Goldseeli - und dann durch den Wald zurück zum Bahnhof Arth-Goldau.